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Wired hat einen Artikel von Scott Brown, der sich mit dem schönen Angebot der Online-Identitätsfragmentierung und dem diesbezüglichen Statusdurchbruch des Facebook-Beacons auseinandersetzt. Seiner Aussage nach bieten die unterschiedlichen Sozialplatformen die Möglichkeit, sich je nach Seitenzielgruppe in einem spezifischen Profil zu zeigen, das der Eigeninszenierung entspricht. Dieser Idee jedoch soll, so Brown, das Tracking und Verwenden von Beacons, die ein Gesamtprofil erstellen, zuwiderlaufen. Meiner Meinung nach hat Mr. Brown die zweite Hälfte der Gleichung vergessen: die offenere Zugänglichkeit seiner vielen Einzelidentitäten und die Fähigkeit anderer Online-Teilnehmer seine anderen Profile ebenfalls abzurufen. Er scheint das Internet mit einer Einzelspieler-Angelegenheit verwechselt zu haben. Tatsächlich präsentieren wir nicht immer schärfer geschnittene und isolierte Subidentitäten, sondern präsentieren uns bereits umfassender online als jemals zuvor, dadurch dass diese Identitäten jedem zugänglich sind -- schärfer geschnitten vielleicht, aber nicht isoliert. Mehr noch als das Maß in dem wir unser Selbst online fragmentieren, ist das Maß der Abrufbarkeit der Fragmente gestiegen, und jeder mit dem nötigen Willen und Aufwand kann zu vollständigeren Bildern gelangen als es in der Vergangenheit möglich war. Wir stärken die Kontraste, indem wir wohl mehr und schärfere und stärkere Farben zum Malen verwenden, und dadurch wird das Bild nicht unkenntlicher und etwas hinter dem wir uns einfacher verstecken können, sondern differenzierter und umfassender und lässt uns erkennbarer werden. Und dazu braucht es auch nicht des kapitalistischen Impetus, den er beschwört. Das haben wir schon alleine hingekriegt. P.S. Ich mag lange Abendspaziergänge am Strand.
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