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Christine Albanel, Ministerin für Kultur und Kommunikation in der Regierung von François Fillon, besucht Ubisoft, spielt und unterstützt den zögerlichen Legitimierungsprozess von Videospielen als Kulturgut lässt erkennen, dass man mit Videospielen Geld machen kann, weshalb die Entwicklung der heimischen Videospieleindustrie gefördert werden soll. Im Januar 2007 hat die Europäische Kommission für eine Steuererleichterung für kulturrelevante Videospielentwicklung gestimmt und diese vorgeschlagen. Nun widmet die französische Regierung ihre Aufmerksamkeit der Branche mit dem Ziel, die eigene Industrie international kompetitiv zu machen. Die französische Legislation dazu, welche genaue Erfordernisse and Inhalt und Gestaltung der Spiele zur Förderungsqualifikation stellt, soll innerhalb des ersten Quartals 2008 verabschiedet werden. Schön. Derweil sind einige deutsche Politiker immer wieder damit beschäftigt zumindest Ballerspiele verbieten zu wollen, ungeachtet dessen, dass sich Wissenschaftler immer noch streiten, welchen Einfluss Spiele tatsächlich haben. Aber wer braucht schon Fakten, wenn er nur Populismus betreiben will? Man muss gewaltlastige Spiele vielleicht nicht unbedingt fördern, aber im Rahmen der gesamten Medienlandschaft scheint ein Verbot wie ein sinnloser Rückschritt. Crytek aus Deutschland zu vertreiben wäre pure Idiotie. Das Ende des Gamasutra-Berichts jedoch scheint ein wenig blauäugig. So schreibt François Bliss de la Boissière (welch klangvoller Name, wie aus einem dieser Romane in pastell-rosa Bindung die man neben der Supermarkt-Kasse findet -- klingt nach einem schneidigen, jungen Mann in Frack, Zylinder und weißen Handschuhen, der aus einer Kutsche steigt um den Damen mit Kusshand den Hof zu machen): "What really matters for everybody related to video games is that, in Europe, starting now, video game has the official stature of a "cultural activity" -- a cultural expression where art and artists are attached to video games as they are to music and movies. Suddenly the French government agrees with us -- video games are nothing to be ashamed of working on, or playing with."
Die französische Regierung hat wohl eher erkannt, dass man mit Spielen laufend mehr Geld machen kann, will aber vorsichtigerweise nicht sofort mit jedem Schund assoziiert werden. Die "Zugabe" der Kulturrelevanz klingt eher nach Lippenbekenntnis.
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