Recht auf behindertes Leben PDF Drucken
Saturday, 15. March 2008 00:31

Und zwar zum Nachteil des nichtbehinderten Lebens ist was sich ein taubes, britisches Paar wünscht: Sie wollen bei einer künstlichen Befruchtung die Chancen erhöhen ein taubes Kind zu bekommen und dies in ihrer Wahl über ein nichtbehindertes Kind stellen zu können.

Die Bemühungen des Paares ihren Gehörmangel nicht als Behinderung zu empfinden und Anerkennung als vollwertige Menschen zu finden in allen und berechtigten Ehren, aber mit der Bestrebung hin zum behinderten Kind disqualifizieren sie sich moralisch. Eine relativistische Position wird zitiert mit dem Hinweis, dass ein Hörender der die Gebärdensprache nicht verstünde, in einem tauben Theater der "Behinderte" wäre, aber dies ist bloß eine Fata Morgana. Der Hörende kann immer noch die Gebärdensprache lernen, das taube Kind jedoch wird sich nicht dazu entscheiden können auf einmal das Hören zu lernen. Durch die Taubheit erhält das Kind nichts, was es durch Nicht-Taubheit verlieren würde. Umgekehrt schon. Und das Potential eines zum Leben bestimmten Menschen schon derartig im Voraus und ohne jeden Nutzen zu beschneiden scheint einfach falsch.

 
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